In der Mischung liegt die Kraft

Materialien zu einer Kritik der bekanntesten Gedichtform italienischen Ursprungs – Robert Gernhardt

Sonette find ich sowas von beschissen,
so eng, rigide, irgenwie nicht gut;
es macht mich ehrlich richtig krank zu wissen,
daß wer Sonette schreibt. Daß wer den Mut

hat, heute noch so’n dumpfen Scheiß zu bauen;
allein der Fakt, daß so ein Typ das tut,
kann mir in echt den ganzen Tag versauen.
Ich hab da eine Sperre. Und die Wut

darüber, daß so’n abgefuckter Kacker
mich mittels seiner Wichserein blockiert,
schafft in mir Aggressionen auf den Macker.

Ich tick nicht, was das Arschloch motiviert.
Ich tick es echt nicht. Und wills echt nicht wissen:
Ich find Sonette unheimlich beschissen.

2 Antworten to “In der Mischung liegt die Kraft”

  1. diedickedrei Says:

    Sorry Philippkowsky, ich muss ihn dir vorwegnehmen (selber Schuld, wenn du immer arbeitest): „Und abends dann im Bette, denk ich an Sonette.“

  2. props an Robert Gernhardt und fff fürs posten.

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