Shibuya Dogenzaka – The Love Hotel Hill

The White Box„, „Caribbean Resort„, „Beat Wave Hotel„, „Hotel l’Elise„. Nein, es geht nicht um die neue Liste der Leading Hotels of the World, sondern um die Love Hotels in Shibuya Dogenzaka, dem sog. Love Hotel Hill von Tokyo. Wie sich schnell heraus gestellt hat, befindet sich das Guesthouse des Autors mitten in diesem wunderschönen Stadtteil! Weit gefehlt allerdings, wer jetzt denkt, es handele sich um ein übles Rotlichtviertel wie überall sonst auf der Welt. Die Hotels werden zu jeder Tages- und Nachtzeit von ganz normalen, still schmunzelnden japanischen Pärchen besucht, die nach dem Shoppen oder einem netten Abend im hektischen, bunten und blinkenden Shibuya noch ein wenig Zweisamkeit genießen möchten. Da eigene Zimmer bzw. Wohnungen in Tokyo zudem extrem teuer (ein 8qm-Zimmer liegt nach eigener Erfahrung bei schlappen 750 Euro) und daher gerade bei jungen Leuten kaum üblich sind, ist das Love Hotel für viele auch die einzige Möglichkeit for some quality time. Hier kostet eine Stunde zwischen 25 und 45 Euro, eine Nacht zwischen 50 und 80 Euro. Der Bezugsvorgang läuft offenbar typisch japanisch ab, sprich äußerst praktisch und effizient über einen Automaten: man sucht sich per Bild ein Zimmer, bezahlt und der Automat spuckt – statt wie bei uns Kaugummi – den Zimmerschlüssel aus! Keinerlei lästiger und potentiell peinlicher Kontakt mit anderen Menschen also.

Die Hotels bzw. Zimmer sind oft nach einem bestimmten Motto eingerichtet. Aber seht dazu folgendes Lehrvideo, das aus dem Discovery Channel (oder der Sendung mit der Maus) stammen könnte und zum Schreien komisch ist! Ich muss unbedingt den Hello Kitty Bondage Room finden! Oder das Klassenzimmer..

6 Antworten to “Shibuya Dogenzaka – The Love Hotel Hill”

  1. diedickedrei Says:

    „I cannot get home tonight and I do not need dinner.“ Oh shit, morfeld, das ist genau das, was wir uns von unserem Japan-Korrespondenten erhofft hatten. Sehr, sehr geil. Only in Japan…
    Nur der Hello Kitty-Room steht praktisch baugleich in Moabit in der Oldenburger Straße – allerdings ohne die Handschellen. Und manchmal hoppeln Kaninchen durch. Mal sehen, vielleicht habe ich noch irgendwo ein Foto.

  2. diedickedrei Says:

    Ach ja, willkommen im Team!

  3. philippkowsky Says:

    Japan ist einfach hart, superstarker Beitrag. Könnte sein, dass ich mich täusche, aber ständig frage ich mich, wie in einer Gesellschaft so wenige Typen durchdrehen bei den ganzen Fetischen (Mehrzahl von Fetisch?). Es scheint der liberale Umgang damit zu sein.

    Frau Lehrerin, ich habe meine Hausaufgaben vergessen – was muss ich jetzt als Strafe tun?

  4. stiiier Says:

    Jaaa, da ist er endlich, der erste Alphaville..ähh..Big in Japan-Post! Nice, Morfeld!

    Zu dem Hotel. Hatte ich schon von gehört. Schon ne Schickung. Aber, call me Weirdo, aber sooo durchgeknallt finde ich das jetzt gar nicht. Fetisch & SM gibts doch überall. WObei ja dieses Hotel hier besonders abgespaced zu sein scheint. Sonst sind das doch eben eher „normale“ Stundenhotels, wo der Durschnitts-Schlizi dem Großstadttrubel entfliehen kann. Find in Tokyo mal n Wäldchen (oder nen Hinterhof, ha!), wo du kurz mit der Auserwählten hinkannst. Aber zugegeben, das Hello-Kitty-Zimmer erreicht Sphären

  5. stiiier Says:

    , die sich sogar mir entziehen, haha! Wobei..😉

    Ey, DAS hier (vom selben Youtube-Channel, gerade entdeckt), finde ich viel Krasser:

    Alter, da kommt doch raus, was für Hierarchie-Fetischisten (oder so..) die Japaner sind! Interessant auch, dass es dort, ganz nach englischem Vorbild, diese Kaderschmieden zu geben scheint!

    Schlussbeobachtung: Die japanische Sprache klingt durch die Bank äußerst angenehm! Gaanz anders als das schneidende Chinesisch zum Beispiel. Elegante, feine Menschen! Um so seltsamer daher dieser ganze Neonlicht-Trubel, finde ich..

  6. morfeld Says:

    Tatsächlich scheinen hier die meisten Hotels nicht so abgefahren zu sein wie das im Video.
    Bzgl. Gleichberechtigung ist es auf jeden Fall so, dass sowas wie Emanzipation hier nicht existiert! (v.a. auch in der Arbeitswelt)
    Die Härte natürlich, dass es auf der einen Seite für gang rape 2 Jahre und 10 Monate gibt und auf der anderen Seite 20jährige (deutsche) Mädels wegen der Einfuhr von 2kg Amphetaminen 10 Jahre(!) bekommen haben..

    @ Stiiier: nach 10 Tagen hier wohnen und zweimal Sprachkurs scheint die japanische Sprache v.a. eins zu sein: unmöglich zu lernen!!

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: