Sie können dann abräumen

Ich würde mal sagen, kann man geben. Ich würde sogar sagen, das ist kein flagrant, sondern ein flagrant 2. Anyway, viel krasser finde ich, dass Horford dann die Freiwürfe schießt (und versenkt) und sich nicht verletzt auswechseln lässt, damit irgendein Freiwurfspezialist die Dinger ohne Probleme einnetzt. Respect. Die Szene werde ich ab jetzt jedem Fußballer zeigen, der mir mit „Wir sind hier nicht beim Basketball“ ankommt. Jeder (JEDER) Fußballer hätte sich da vom Platz tragen lassen. Scheiß Weicheier.

7 Antworten to “Sie können dann abräumen”

  1. morfeld Says:

    Sorry, aber da muss (MUSS) ich als alter die-hard-Vorstopper des TSV 1886 Handschuhsheim e.V. vehement widersprechen! Wenn man da z.B. mit einer Grätsche aus vollem Lauf auf dem Ascheplatz gerettet und sich das Bein von oben bis unten aufgerissen hat, hat man natürlich (NATÜRLICH) weitergespielt! Oder wenn man sich mit stechendem Schmerz und lautem Knall das Kreuzband gerissen hat, hat man auch weitergespielt! Jedenfalls noch 15min.
    Wenn also ein Basketballer etwas doller auf seinen großen schwarzen Popo fällt, ist das nich so eine Riesen-Sache, wenn er danach ausm Stand noch zwei Würfe macht! Dass die Dinger kurz vor Schluss dann reingehen und das Spiel entscheiden, ist beachtenswert, aber was anderes.

    • diedickedrei Says:

      Oha, oha, liebe Gemeinde, bitte einschreiten! Nicht dass die Kinder unter unseren Lesern, die ja noch leicht manipulierbar sind, das glauben.

  2. morfeld Says:

    Wenn’s stimmt?! Und jedes Kind lernt doch schon im Schulsport: Baketball ist ein körperloser Sport..

  3. philippkowsky Says:

    Er ist ein All-Star und man sieht warum. Selber schießen und treffen macht berühmt. Und der Pfiff war natürlich in Ordnung.

    Zur Diskussion: der Unterschied zwischen den Schauspieleinlagen in Fuß- und Basketball liegt im unterschiedlichen Umgang mit der Zeit. Wenn im Fußball die Uhr gestoppt würde, hätten die Südeuropäer nicht so eine Fallsucht.

    Und zur Härte: ich habe beim Basketball (zum Glück!!!) noch kein gebrochenes Schien- und Wadenbein gesehen, von daher vorsicht mit dem Wort „Weicheier“.

    • diedickedrei Says:

      Okéoké, eigentlich geht es auch nicht wirklich darum, welche Sportart härter ist (ich würde sagen, einzelne Fouls sind beim Fußball härter als beim BB), sondern wie die Spieler mit den Allerweltsfouls umgehen. Kein Basketballer krümmt sich auf dem Boden, um ein paar Sekunden später wieder fröhlich rumzulaufen. Das kommt nicht vor. Es hat auch meines Erachtens (fast) nichts mit gestoppter vs. durchlaufender Zeit zu tun. Es ist – Vorsicht: steile These – eine Charakterfrage.
      Ich habe im Übrigen durchaus schon beim BB ein gebrochenes Schien- und Wadenbeim gesehen – auch wenn der Typ sich das ohne Fremdeinwirkung zugezogen hat. Hochgesprungen und als er wieder unten angekommen ist, sah das Bein ganz übel aus. Das dürfte so ca. 1995 in Vechta gewesen sein. Das Krankenhaus war nebenan, der Krankenwagen hat 20 Minuten gebraucht.

      • philippkowsky Says:

        Die Charakterfrage ist natürlich gewagt, aber ich würde Dir grundsätzlich zustimmen.

        ABER, ich finde das Uhr-Stoppen hat in der Tat einen wichtigen Einfluss. Wenn beim Fußball nie einer liegen bleiben würde, wäre das Spiel ganz schön anstrengend! Eine Minute BBall ist natürlich anstrengender als eine Minute Fußball. Aber erstens wird BBall fast nie länger als 2 Minuten am Stück gespielt und zweitens wird ja auch nur halb so lang gespielt. Man muss sich schon die Frage stellen, warum man sich in der NBA für ein 48-Minuten-Spiel einen halben Tag freinehmen muss – es gibt ja sogar pro Viertel bei den Minuten 4 und 8 ein „TV-Time-Out“.

        Das ist zum Glück Schnick-Schnack, den es im Fußballstadion nicht gibt!

      • Ich denke, es liegt nicht am Charakter der Spieler sondern des Spiels. Dem Aspekt mit dem fehlenden Uhr-Stoppen würde ich auch zustimmen. Dazu kommt noch, dass beim Fußball gelbe und rote Karten eine viel größere Rolle spielen, so dass eine große Versuchung besteht, diese durch spektakuläres Fallen, Wälzen und Liegenbleiben zu provozieren. Verstärkt noch dadurch, dass der Schiedsrichter – anders als beim Basketball – ganz allein ein viel größeres Feld überwachen muss, dadurch oft viel weiter weg ist vom Geschehen und einen Regelverstoß viel schwerer erkennen kann. Und zu guter letzt gibt es beim Fußball ja – meiner Meinung nach zu Recht – keinen Videobeweis, der Schwalben sofort enttarnen würde.
        Aber das Fass will ich hier nicht auch noch aufmachen..

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: