P-Funk y’all

Musikbezogene posts haben wir alle ganz gern – auch wenn sie dann doch die Untiefen der Freiwilligen Feuerwehr in Deutschland offenbaren oder die auch (un-)weltmeisterliche Gesangsdarbietungen und Haarschnitte der 1990er Kicker zeigen.
Wir alle, vorab jeder Festlegung auf Präferenz von East- oder Westside, hörten und/oder hören Dr Dre und Snoop – Stiier, Moe und ich sahen Snoop vor Kurzem noch live in Berlin.
Und wir wissen alle, dass Dre und Snoop für ihre tracks gerne und gut gesampled haben. Ich allerdings wusste bis vor letztem Mittwoch nicht, wen die beiden sehr gerne und umfänglich zitiert haben: George Clinton u.a. aka Dr Funkenstein.

Weder verwandt noch verschwägert mit Bill (Danke für die Bestätigung, dicke3), hat George u.a. mit seinen Bands Funkadelic und Parliament von den 60ern bis Mitte der 80er neben Bootsy Collins den Funk groß gemacht und mit Psychedelic-Rock-Elementen versehen. LSD spielte dabei sicher keine Rolle.

Nun landete das Mothership also letzten Mittwoch im Astra, es standen zeitweise 15 pimps – ääh Musiker zwischen 16 (George’s Enkel) und 70 Jahren auf der Bühne und lieferten ein überragend beeindruckendes und unterhaltsames, zweieinhalbstündiges Live-Konzert mit tracks wie den Folgenden:

Ab Minute 1:40 und 3:35 in guter Quali und hohem Wiedererkennungswert:

Den Synthesizer-geschwängerten „Atomic Dog“ (Bow-wow-wow yippieh-yo-yippieh-yeah) könnt ihr hier anhören:

http://www.feelmybicep.com/2010/09/30/george-clinton-atomic-dog/

Aber trotz all dieser Perlen, die später in classic-tracks von Rap-Größen als sample Eingang fanden, war ein recht ausgiebiges und verzerrtes E-Guitarren-Solo von Rock’n’Roll Hall-of-Famer Michael Hampton im track namens „Maggot Brain“ der Höhepunkt (Empfehlung; Mit Kopfhörern reinziehen) – ich weiß, das Teil wird gerade Dir, philippkowsky, sehr gut gefallen:

LS…what? Ne ne, da brauchste nen klaren Kopf, um so was zu spielen.

Abschließend noch ein oft gehörtes Zitat (und hier auch gehört) von George Clinton:

„Free your mind and your ass will follow.“

P(Funk)S: Hier noch eine Zusammenfassung der Funk-samples, die auf „The Chronic“ Einzug fanden:

7 Antworten to “P-Funk y’all”

  1. diedickedrei Says:

    Jaahaahaa. Schön, dass der verlorene Sohn zurück in den Schoß der Familie gefunden hat. Nach monate-, wenn nicht jahrelangem Offline-Herumirrlichtern bist du nun wieder dort, wo du hingehörst: im Internet. Und das ist gut so.
    Und dann gleich mit so nem Paukenschlag zurückgemeldet. So soll ein Post aussehen, mit Liebe zum Detail zusammengestellt. Würde ich mir von mir auch manchmal wünschen…
    Und ich denke, so soll auch ein Konzert aussehen. Music from the soul. Da ist die Stilrichtung häufig nebensächlich.
    PS: Das Gitarrensolo ist hammerer als bei OBI in Reihe 14.
    PPS: Das Synthesizer-Gedüdel kann ich nicht anhören, ich kann’s einfach nicht. Vielleicht ein Gendefekt oder so.

  2. oha, der Oberfoon ist zurück, wie schön! Und gleich mit dem God of P Funk himself im Gepäck! Stark stark. Auch wenn ich etwas überrascht bin, dass du – als alter Funk-Fan – bisher nix von dieser eklatanten West-Coast-P-Funk-COnnection wusstest! Typ, was denkst du warum ich damals diese Funk-Saug-Phase hatte?! Na ja, wollte ich alles auf der Party in mein DJ-Set einfließen lassen, aber ich bin ja bekanntlich nicht der einzige, der da auf seinen MUkke-Juwelen sitzengeblieben ist, haha!

    Um es kurz zu machen: HIer die ULTIMATIVE Seite für Hip Hop Samples aller Art:

    http://samplesetindex.hiphopisread.com/

    Ob Dre, Tupac, Tribe oder Kanye..es ist aaallles da. Mit unfassbarer Liebe zusammengestellt, ich ziehe mir da schon seit Jahren hin und wieder ein schönes Sample-Set runter. Meine Favoriten bis jetzt:

    Tupac – All Eyes On Me Samples (man glaubt es nicht!).
    Kanye – College Dropout (der Mann ist ein Genie wenns um Samples geht)

    Jay Z – Blueprint – Fast JEDER Song ein Sample, es kommen einem die Tränen. UNd zwar der Freude, den eines möchte ich mal sagen: Ich finde es ÜBERHAUPT nicht schlimm, wenn diese alten SOul-Tunes fast eins zu eins übernommen wurden! Hip Hop hat sich schon immer als „Cut-Maschine“ verstanden, die aus altem Scheiss neue, harte, rawe Banger macht. Diese Musik-Kultur „hinter“ dem amerikanischen Hip Hop ist übrigens genau das, was Hip Hop hier in Deutschland fehlt.

    • diedickedrei Says:

      Ich find das auch überhaupt nicht schlimm, im Gegenteil die Samples machen viele Songs ja erst zu den Brennern, die sie sind.

  3. Aber gut, zurück zum Thema. Hier diie zwei unfassbarsten Samples von All Eyes on Me und Dre’s 2001. Hab ich alles von dem Blog oben gelernt. Ich würde soo gerne Eure Gesichter dazu sehen, haha.

    Nr. 1: Next Episode:
    http://www.tudou.com/programs/view/H8RH1oOUCnE/

    Nr.2. California Love:

    http://www.wat.tv/video/joe-cocker-woman-to-woman-1972-2mnan_2hvjj_.html

  4. Na komm einer noch. Was für Profis. Kleiner Tipp: Hidden Track!

  5. ok ok, ich bin hier voll in the Zone gekommen oh mann. Bin inzwischen bei den COllege-Dropout Samples gelandet. Und somit bei dem euch allen bekannten „School Spirit“-Track, den ich zu den besten des Albums zähle.

    Aber wiiie geil ist der Track erst, wenn man das Sample dazu kennt (wie whrsch eine ganze schwarze GEneration um die 30 es tut)!!

    Hab leider kein Mp3-Tune gefunden, sondern „nur“ eine Live-Version. Kurze Gospel-Intro und dann kommen die bekannten Klänge. Vorgetragen von der Queen of Soul. Gänsehaut pur. Wer hier nicht die „Beauty“ von Hip Hop versteht – denn ich höre ihn aus jeder Schweißperle raus – dem ist nicht zu helfen. Gute Nacht.

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